Friday, March 27th, 2009 1:24pm
Christopf Twickel der Frankfurter Rundschau fragt sich: “Wie also kommt es, dass mit “Kunststoff” ausgerechnet in der mitteldeutschen Diaspora ein regionales Kulturmagazin blüht, und das seit zweieinhalb Jahren?”
Hier Auszüge aus seinem Artikel “Moralisch erhebend” vom 26.06.2008
“Reich werden sie davon nicht, gesteht der Chefredakteur gleich im Editorial. Nein, in Sachsen, Anhalt und Thüringen ist Kultur offensichtlich soziales Surrogat. | Read the rest of this entry …
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Monday, March 09th, 2009 2:20pm
Wir haben einen Partner gefunden, scharfe // media aus Dresden, die die Exklusivität des Produktes erkannt haben und mit uns gemeinsam daran festhalten und einen Neustart wagen. Am 1. Juni 2009 erscheint eine neue Ausgabe.
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Sunday, February 22nd, 2009 2:23pm
Liebe Leserin, lieber Leser,
sind die Zeiten momentan wirklich so schlecht?
Es passiert sehr viel und auch wir als Verlag sind gezwungen Veränderungen vorzunehmen. Aus finanziellen Gründen können wir das schon fertige Kunststoffheft für Februar/März Heft 15 nicht drucken. Es tut mir sehr leid, und der Schritt fällt mir, aber im Besonderen auch unseren Redakteuren, die von Anfang an mit ihrer Loyalität und Idealismus das Kunststoff-Projekt mitgetragen haben, sehr schwer, aber ich muss an dieser Stelle die Reißleine ziehen. | Read the rest of this entry …
Literatur, Debatte | Comments (0)
Friday, December 12th, 2008 9:11pm
“Angesichts der Tatsache, dass die Inszenierung wenig mit der Oper zu tun hat, die Richard Wagner geschrieben hat, halten wir sie für überflüssig, zumal sie aus unserer Sicht moralisch völlig entgleist ist. Wenn ich an die Premiere am 11. Oktober denke, dann muss man sagen, dass die Musik, die durch die Empörung der Zuschauer durchdrang, das Einzige war, was mit Wagner zu tun hatte.” Thomas Krakow des Richard-Wagner-Verbandes Leipzig im Kunststoff Heft Nr. 14
“… Einzelne Störversuche einiger Agents provocateurs gehen unter im stürmischen Schlussapplaus eines aufgeklärten Leipziger Publikums, das die richtige Antwort auf Borniertheit und Intoleranz gibt. Trotz mancher Schwächen muss das Regietheater von zur Mühlens ansatzweise als gut betrachtet werden. | Read the rest of this entry …
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Tuesday, November 25th, 2008 5:19pm
Verlage, die im November 2008 wie gewohnt ihre Formulare für das Lesefest Leipzig liest ausgefüllt und ihre Autorinnen und Autoren für Lesungen auf der Buchmesse 2009 angemeldet haben, dürften einen kleinen Schock erlitten haben. 25 Euro soll künftig jeder Eintrag im Programmheft „Leipzig liest“ und im Internet kosten. Von Seiten der Buchmesse heißt es, die Gebühr diene dazu, das Programmheft zu finanzieren. Bei knapp 2.000 Veranstaltungen kämen dann immerhin etwa 50.000 Euro zusammen. Während die großen Verlage die Zusatzkosten einfach so durchzuwinken scheinen, regt sich bei den kleinen Verlagen, für die ein Messeauftritt ohnehin schon eine große finanzielle Belastung darstellt, Widerstand. Doch auch das Budget der großen Verlage ist längst nicht mehr endlos strapazierbar. | Read the rest of this entry …
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Monday, October 20th, 2008 4:06pm
Wie Leipzigs Kulturpolitik zur Dauerposse gerät… Von Dirk Schwarzenberg im Kunststoff-Kulturmagazin 13
Für den neuen Leipziger Kulturbürgermeister gab es sogar einen Blumenstrauß zur Wahl. Er wurde eher verschämt überreicht. Und man war froh, dass wenigstens diese Prozedur geklappt hatte. Denn der neue Kulturchef der Stadt ist auch der alte, und trotzdem eine Überraschung: Georg Girardet, 66, wollte sich eigentlich im Jahr 2009 in den Ruhestand verabschieden, nachdem er zuletzt eine beeindruckende Reihe von Peinlichkeiten und Provinzpossen auf verschiedenen Leipziger Schauplätzen inszeniert hatte. Jetzt kann der verhinderte Pensionär den jährlichen Kulturetat von rund 100 Millionen Euro noch maximal bis zur „Vollendung des 68. Lebensjahrs“ verwalten, also bis September 2010. | Read the rest of this entry …
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Friday, July 04th, 2008 2:23pm
Nora Schlocker zeigt Molnárs Rummelplatz-Casanova “Liliom” als Obdachlosen. Von Ralph Gambihler
“Dort also, am Abflussrohr der mobilen Großstadt, lässt die neue und sehr junge Weimarer Hausregisseurin Nora Schlocker - sie ist erst 24 - den unverwüstlichen Rummelplatzklassiker “Liliom” spielen. Sie durchschlägt gewissermaßen den Boden der Unterschichtendebatte, um zwei Menschen zu zeigen, die völlig abstürzen, in die denkbar prekärsten Verhältnisse einer unerklärlichen Liebe. Das Programm-Faltblatt zählt die beiden Hauptfiguren kurzerhand zum “Abfall” der Gesellschaft. Der Schmäh der Wiener “Vorstadtlegende” hat sich damit erledigt. | Read the rest of this entry …
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Friday, July 04th, 2008 2:12pm
Riccardo Chailly greift mit “Manon Lescaut” nach der Weltspitze.
Das Gewandhausorchester ist in Bestform und entschädigt für einige Schwächen der jüngsten Inszenierung an der Oper Leipzig. Von Tobias D. Höhn
“Warum müssen die Leipziger immer gleich übertreiben und durch überbordende Ovationen jede Vorstellung künstlich in die Länge ziehen? Die Kritiker überzeugen sie so bestimmt nicht vom Renommée der Kulturstadt. | Read the rest of this entry …
Musik, diskussionsstoff aus kunststoff | Comments (0)
Saturday, June 28th, 2008 2:30pm
2 Rezensionen: “Neue Deutsche Mädchen” und “Wir Alphamädchen”
Von Antje Rehren


Das Jahr 2007 hat aus feministischer Sicht Verbesserungen mit sich gebracht, deren gesellschaftliche Auswirkungen gerade erst beginnen. Bezeichnend für den Niedergang der westdeutschen Frauenbewegung der siebziger Jahre wie auch für das Ausmaß ihrer Errungenschaften ist, dass die Veränderungen von konservativer Seite und hier von Politikerinnen in hohen Machtpositionen herbeigeführt wurden. Ausgangspunkt war die anhaltend niedrige Geburtenrate in Deutschland. Dazu wurden auch Forderungen laut, die man längst auf dem Müll der Geschichte wähnte, wie diejenige, dass die Frau sich ihrer natürlichen Bestimmung gemäß wieder ganz der Hausfrauen- und Mutterrolle zuwenden solle. Zufällig war im Jahr 2007 auch der 30-jährige Geburtstag des feministischen Magazins Emma, in dessen Jubiläumsausgabe ein mehrseitiges Dossier über Frauenprostitution zu lesen ist. Könnte es sein, dass die Mehrheit der Frauen in Deutschland im Alltag mit ganz anderen Problemen als Prostitution zu kämpfen hat? | Read the rest of this entry …
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Thursday, May 29th, 2008 2:06pm
Shakespeares “Mohr von Venedig” erleidet in Freiberg Schiffbruch. Von Johannes Heinen
“Tja. Womit soll man beginnen? Was Intendant und Regisseur Manuel Schöbel mit seinem Othello auf die Bühne des Freiberger Schauspielhauses bringt, ist keine Shakespearesche Tragödie, sondern eine hausgemachte Katastrophe. 
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